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2007 feierten wir die 175-Jahrfeier der Wiedereröffnung
Zur Geschichte des Willibrord-Gymnasiums
"Willi" ist ältestes Gymnasium Deutschlands
2007 feiert die Schule ihr 175. Jubiläum anlässlich ihrer Wiedereröffnung. Im Vorfeld der Feierlichkeiten häufen sich die Aktivitäten auch der geschichtlichen Aufarbeitung unserer Schulchronik.Nachdem am 12.12.2006 Pfarrer Seesing seinen dritten Vortrag zur Geschichte unserer Schule gehalten hat, erschien nun im Stadtanzeiger vom 13.12.2006 ein Bericht zur Historie unserer Schule. Artikel des Stadtanzeigers vom 13.12.2006
Die Geschichte in ausführlicher Form:
Im heutigen Willibrord-Gymnasium sind zwei Schulen vereint worden; es gibt also zwei Schulchroniken.
Willibrord: Namensgeber und Patron des Willibrord-Gymnasiums
Der Spitzname unserer Schule „Willi“ ist den meisten von uns noch als Personenname irgendwie geläufig, auch wenn heutzutage kaum mehr jemand so heißt, und wenn, dann ist "Willi" eigentlich eine Abkürzung von „Wilhelm“. Aber wer heißt heute schon „Willibrord“? Und wer hätte diesen Namen schon einmal gehört, wenn es in Emmerich nicht eine „Willibrordstraße“, ein „St. Willibrord-Spital“ und ein „Willibrord-Gymnasium“ geben würde? Und wie kommt die Stadt Emmerich dazu, drei öffentliche Einrichtungen mit einem so exotischen Namen zu benennen?
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Die Plastik des Hl. Willibrord in unserer Schulstraße kann einen ersten Zugang zum Leben und Wirken unseres Schulpatrons vermitteln: er trägt eine Mitra, die auf sein Bischofsamt hindeutet, er reitet auf einem ungesattelten Pferd, das auf seine Reisetätigkeit in einer weit zurückliegenden Zeit hinweist, als der Pferdesattel noch nicht erfunden worden war. Tatsächlich war Willibrord in seinem Beruf viel unterwegs. Er war Missionar im 7. und 8. Jh. n. Chr. im Bereich der heutigen Niederlande und am Niederrhein, wo vor allem der germanische Stamm der Friesen lebte. Im Unterschied zu ihren Nachbarn, den Franken, die seit Chlodwigs Taufe im Jahre 486 den katholischen Glauben angenommen hatten, sind die Friesen zunächst ihren germanischen Stammesgöttern verbunden geblieben.
Willibrord, 658 im Königreich Northumbrien (heute Großbritannien) als Sohn eines angelsächsischen Adeligen geboren, bewegte wie viele andere angelsächsische Missionare der Wunsch, ihre nichtchristlichen Stammesverwandte auf dem Kontinent zum christlichen Glauben zu bekehren. Als er 690 mit elf weiteren Gefährten auf das Festland kam, war gerade von den Franken der südliche Teil Frisias mit der Festungsstadt Utrecht erobert worden. Radbod, der besiegte König der Friesen, musste ein Teil des Landes abtreten und auf seinen Königstitel verzichten.
Die Verbreitung des Christentums war im frühen Mittelalter von ganz anderer Art als die Christianisierungsbewegungen im Römischen Reich. Es ging weniger um ein Werben um den Einzelmenschen, sondern vielmehr um den Versuch, eine Massenbewegung zu schaffen und ganze Gruppen für das neue Bekenntnis zu gewinnen. Religion war bei den Germanen weniger eine Sache des einzelnen, sondern eine Sache der Stämme und Sippen. Die Bekehrung musste daher von oben nach unten erfolgen und ihren Ausgangspunkt bei den Großen des Landes, womöglich beim König selber nehmen. Willibrord wollte in Friesland eben diese Missionierungsmethode anwenden, die bereits in seinem Heimatland England so erfolgreich gewesen war. Nachdem er den mächtigen karolingischen Hausmeier Pippin den Mittleren (+714) um Erlaubnis bat, in Friesland missionieren zu dürfen, reiste er direkt zum abgesetzten Friesenkönig Radbod, um ihn für den katholischen Glauben zu gewinnen. Dieser stand jedoch damals noch ganz unter dem Eindruck seiner Niederlage, und so war er dem Christentum, das ja auch die Religion seiner fränkischen Gegner war, weniger denn je günstig gesinnt. An der überkommenen heidnischen Religion mochte er umso lieber festhalten, als sie ihm als Ausdruck für die friesische Unabhängigkeit erschien.
Um 692 wurde Willibrord in Rom zum Erzbischof für die Friesen geweiht. Ihm wurde damit auch von kirchlicher Seite offiziell die Verantwortung für die Christianisierung der Friesen und für die Organisation der friesischen Kirche auferlegt. Willibrord wählte Utrecht als Bischofssitz und ließ dort eine Kathedrale und ein Kloster errichten. Im Schutze der fränkischen Herrschaft konnte Willibrord seine Missionsarbeit in Friesland, also auch hier am Niederrhein fortsetzen.
Der Überlieferung nach soll der Hl. Willibrord in Emmerich um das Jahr 700 die Martinikirche gegründet haben. Damit hätte Emmerich von Anfang an zu dem neu gegründeten Bistum Utrecht gehört und die religiöse und kulturelle Entwicklung Emmerichs und des Niederrheins mit beeinflusst.
Willibrord starb im Jahre 739. Sein Grab befindet sich heute in der Stadtkirche St. Peter in Echternach (Luxemburg). Die Kirche feiert seinen Namenstag am 7. November.
von Stud.Ref. Christoph Grunewald, Informationsschrift anlässlich des Schulfestes am 6.11.1997
Teilweise entnommen aus: Georges Kiesel, Der Heilige Willibrord im Zeugnis der bildenden Kunst, Luxemburg 1968
Das ehemalige Jungengymnasium
Entnommen aus: Festschrift zur 150-Jahrfeier der Wiedereröffnung 1832
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um 700
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Gründung des Stifts und Archidiakonats von St. Martini , dem die Schule als Lateinschule angegliedert wurde. Auftrag der Schule: Klerikernachwuchs für den Niederrhein ausbilden. Zeitweise gab es bis zu 2000 Schülern.
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1504
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Errichtung eines großen Schulgebäudes auf dem Geistmarkt vor dem heutigen Rathaus.
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1534-59
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Rektorzeit von Matthias Bredenbach - strenge Schulzucht. Sein Lehrplan sah u.a. vor, dass die Schüler überall (im Unterricht, zu Hause und auch beim Spielen) Latein sprechen sollten.
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16.Jh.
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Nach der Blütezeit (bis zu 2000 Schülern) durch Bredenbach folgte Krieg (religiöse Kämpfe) und Pest. Dadurch sank die Schülerzahl Ende des 16.Jahrhunderts auf 50.
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1592
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Der Stiftsdechant von St. Martini sorgt dafür, dass die Jesuiten die Emmericher Schule übernahmen.
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17.Jh.
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Die Schülerzahl stieg wieder bis zu 500 an, die von bis zu 24 Jesuiten betreut wurden.
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2.Hälfte des 17.Jh.
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Rückgang des Jesuitengymnasiums durch die Schikanen der holländischen Besatzung und Vergeltungsmaßnahmen der Regierung , Schließung der Schule für ein Jahr und Entziehung der finanziellen Mittel der Jesuiten, Aufhebung des Jesuitenordens.
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1788
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Übertragung der Schule an die Kreuzherren, die seit 1482 an der Ecke Paaltjessteege-Neuer Steinweg in einem größeren Klostergeländes ansässig waren. Die Kreuzherren übernahmen weitgehend Lehrplan und Methodik der Jesuiten.
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1788-1809
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Die Schülerzahl schwankte zwischen 51 und 30 und die Zahl der Studenten betrug höchstens 38, da die Kreuzherren weder die Erfahrung noch das Können der Jesuiten übernehmen konnten.
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1795
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Beschwerdebrief 30 Emmericher Bürger an die Regierung wegen der Lehrkörper und des Lehrprogramms der Schule. Der Justizkanzler machte den Vorschlag, die Hochschulen Geldern und Emmerich zusammenzulegen. Dazu kam es aber nicht. Durch die Neubesetzung der Rektorstelle durch den Minoriten Reiner Aßmus wurde das Ansehen der Schule wiederhergestellt.
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1806
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Überlieferter Bericht über das Emmericher Gymnasium als Ausbildungsstätte für Lehre des Volksschulwesens. Die Prüfung der Schulamtskandidaten wurde dem Rektor Aßmus übertragen.
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14.11.1811
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Wegen eines von Napoleon unterzeichneten Dekrets wurden das Gymnasium und vier andere kirchliche Anstalten (Martini- und Kreuzherrenstift, das Fraterhaus und das Agnetenkloster) aufgehoben.
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1819
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Pfarrer Keunen, Bürgermeister Bordelius und eine Reihe Emmericher Bürger wandten sich an die Clever Regierung, um die Wiedereröffnung des Gymnasiums zu erreichen.1824: Gründung der Kommission zur Wiederherstellung des Gymnasiums durch den Bürgermeister Friedrich Westermann.
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22.9.1830
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Nach den Bemühungen der Kommission und zahlreicher Bürger erließ König Friedrich Wilhelm die Voraussetzungen für die Wiedereröffnung des Emmericher Gymnasiums.
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22.5.1832
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Der Schulbetrieb konnte wieder aufgenommen werden.
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7.10.1944
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In der Bombennacht wurde das Gymnasialgebäude an der Wollenweberstraße fast vollständig zerstört. In den Nachkriegsjahren kurzzeitige Unterbringung im Gebäude am Parkring.
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1954
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Das neue Gebäude an der Paaltjessteege konnte bezogen werden.
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1.1.1974
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Das „Staatliche Gymnasium“ wird an die Stadt Emmerich übergeben, zunächst als „Städtisches Gymnasium an der Paaltjessteege“ und dann als „Städtisches-Willibrord-Gymnasium“. Zu dieser Zeit stieg die Schülerzahl so weit, dass das Land das Gebäude der Kreisberufsschule an der Ölstraße hinzu mietete. Das konnte allerdings nicht sofort freigemacht werden, so dass vorläufig das Schulgebäude an der Baustraße reichen musste. Es folgte eine wesentliche Änderung, die besagte, dass die Schule nun auch Mädchen aufnahm (früher nur Jungengymnasium).
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1979/80
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Durch die Aufnahme der Schülerinnen mussten natürlich auch bauliche Maßnahmen getroffen werden (zusätzliche Toiletten und Umkleideräume).
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1990
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Zusammenlegung beider Emmericher Gymnasien zum „Städtischen Willibrord-Gymnasium“ im Gebäude an der Hansastraße.
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Das ehemalige Mädchengymnasium
Entnommen einem Vortrag des ehemaligen Schulleiters OSTD i.R. Joachim v. Bargen
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15. Jh.
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Erste Bestrebungen, eine Mädchenschule zu gründen. (vorher Unterricht in Stiftsschule) Ende der Umwandlung: jetzt außer Latein auch Griechisch und Hebräisch und Lektüren der antiken Klassiker.
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1829
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Privatlehrer Tück entwickelt die Vorstellung, eine Höhere Töchterschule zu errichten. Die Schülerinnen eigneten sich nicht nur wissenschaftliche Kenntnisse an, sondern auch alle möglichen weiblichen Handarbeiten. Hinzu kamen auch die Regeln des Anstandes und des Umgangs mit gebildeten Menschen (auch Erziehungsanstalt); d.h. Vorbereitung und Befähigung auf ihren zukünftigen Wirkungskreis. Unterrichtsgegenstände: Die deutsche (besonders gründlich) und die französische Sprache; Übersicht in der Geographie und Geschichte (besonders der vaterländischen); Kalligraphie; allgemeine Rechenkunst (besonders Kopfrechnen) und Zeichnen. Täglich wurden 8 Stunden unterrichtet.
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1830
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Frl. Antoinette Überfeld überreicht der städtischen. Schulkommission eine Regierungskonzession zur Errichtung einer privaten Mädchenschule mit der Bitte um Unterstützung. (für ein Jahr)
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1841
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Erste Notiz über das Bestehen der Töchterschule (Leitung: Frl. Sophia Kuhn)
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1856
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Die Schule wird von der Genossenschaft der Töchter vom Hl. Kreutz übernommen, deren Schwestern einen sehr guten Ruf genossen.
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1874
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Brief vom Kreisschulinspektor Ax an den Oberschulinspektor und Bürgermeister Steinböck, der einen Einblick in das damalige Schulleben ermöglichte. Tägliche Kirchenbesucher erhielten ein extra Lob; Axt hielt das für Muckerei und religiöse Heuchelei und pädagogischen Nonsens. Er verlangte, Kinder nach ihren Leistungen zu beurteilen, d.h. schriftliche Leistungen, Fleiß, Aufmerksamkeit und Betragen (Verhalten innerhalb und außerhalb der Schule)). Für Kinder bis 9 Jahre: monatliche Mitteilungen an die Eltern über die Fortschritte, für die älteren Schüler nur vierteljährige, bzw. halbjährige Mitteilungen. Diese Forderungen wurden jedoch vom Oberschulinspektor nicht durchgeführt.
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1875
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Die Schwestern vom Hl. Kreutz müssen die Arbeit an der Schule aufgeben, wohl unter dem Einfluss des Kulturkampfes. Der Stadtrat lehnte die Errichtung einer städtischen höheren Töchterschule ab. Begründung: Die Gemeinde wollte keine Zuschüsse für eine einzelne konfessionelle Schule zahlen, da schon eine evangelische höhere Töchterschule von der evangelische Kirchengemeinde ohne Zuschüsse der Gemeinde unterhalten wurde. Der Bürgermeister wollte eine allgemeine höhere Töchterschule; die evangelische Gemeinde wollte aber ihren konfessionellen Charakter beibehalten, sie war jedoch bereit, kath. Schülerinnen aufzunehmen. Die Töchterschulen in Aspel und Wesel wurden auch geschlossen.
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1875-78
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Vergebliche Versuche, den katholischen Mädchen in Emmerich die Möglichkeit zum Besuch einer privaten oder auch einer städtischen höheren Schule zu ermöglichen.
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1878
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Errichtung einer privaten. Höheren Katholischen Töchterschule durch katholische Bürger, die sich jährlich zu einem Zuschuss vom 1000 Reichsmark verpflichteten. Leitung: Frl. Ernestine Kraus.
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1881
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Die katholischen Gemeinden St. Aldegundis und St. Martini gewähren der Schule für die nächsten Jahre einen lebensnotwendigen Zuschuss von 500 Mark jährlich und entsenden Mitglieder in das Kuratorium der Schule. Trotz dieser Zuschüsse blieben Geldsorgen. Es gab daher ein Dreiklassensystem mit zwei Lehrkräften.
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1887
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Die Berliner Regierung gewährt erstmalig Beihilfe für die Schule. In der Folgezeit bis nach dem 1.Weltkrieg gab die Regierung unregelmäßig gezahlte und unterschiedlich hohe Zuschüsse.
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1890
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Erstmalig war auch die Stadt bereit, einen Zuschuss zu geben. Mit weiteren Zuschüssen ging es wie mit denen der Regierung; sie wurden unregelmäßig gezahlt und fielen unterschiedlich hoch aus.
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1907
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Das Kuratorium der katholischen höheren Töchterschule nahm Verbindungen mit Ordensgemeinschaften zwecks Übernahme der Schule auf (finanzielle Entlastung).
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1908
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Gewährung der Rechte einer juristischen Person für die Schule unter der Bezeichnung "Katholische höhere Mädchenschule". Entsprechend Vereinsgründung und Satzung.
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1910
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Einweihung eines neuen Schulgebäudes in der Gasthausstraße.(am Geburtstag des Kaisers)
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1921
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Auflösung der seit etwa 1840 bestehenden evangelischen höheren Töchterschule. Die Schülerinnen werden von der kath. höheren Mädchenschule übernommen, ebenso 2 Lehrerinnen. Die Schule bleibt aber private kath. höhere Mädchenschule. Das Schulgebäude am Geistmarkt Nr.16 wurde von der kath. höheren Mädchenschule angemietet. Ein Emmericher Mädchen, welches sein Abitur machen wollte, müsste ggf. schon früh in einen anderen Ort gehen, um dort zuerst ein Lyzeum und dann das Oberlyzeum zu besuchen. Diese Mädchen, die ihr Abitur machen wollten, gingen nach Aspel.
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1909-22
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Anstieg der Schülerinnenzahl von 50 auf 286 (darunter 80 evangelische Schülerinnen). Deswegen beantragte das Kuratorium den Ausbau der Schule zu einem Lyzeum. Bedingung: Die Schule sollte ihren Charakter der privaten katholischen Mädchenschule behalten. Die Schule sollte die notwendigen Mittel zur Unterhaltung von der Stadt auf unbegrenzte Zeit erhalten.
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1923(Sept.)
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Schulgeld je Kind 30 Millionen Mark im Monat.
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1923(Okt.)
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Schulgeld je Kind 1 Goldmark im Monat.
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1.10.1923
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Die Schule wird Lyzeum (frühere Bezeichnung für höhere. Mädchenschule bis zur Untersekunda). Sie ist ein privat katholisches Lyzeum. Somit erhielt die Schule von diesem Zeitpunkt an gymnasialen Charakter.
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1930
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Übernahme der Schule durch die Genossenschaft der Töchter vom Hl. Kreutz. Der Ausbau der Oberstufe wurde angestrebt, ein Schulneubau war notwendig und man dachte an ein Pensionat zur Unterbringung auswärtiger Schülerinnen. Die Stadt hatte sich zwar bereit erklärt, für alle Defizite im Schuletat aufzukommen, aber diese Vorhaben überstiegen die Möglichkeiten der Stadt. (Die Stadt gewährleiste auf die Dauer von 35 Jahren einen jährlichen Zuschuss von 40000 RM).
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1933
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Ein Neubau, Hinter dem Schinken, wird bezogen.
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1939
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Die Schwestern vom Hl. Kreutz sehen sich gezwungen ihre Arbeit einzustellen (politische Lage) Die Schule wird städtisch. Beginn des Aufbaus einer Oberstufe hauswirtschaftlicher Form.
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1942
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Erste Reifeprüfung an der nunmehr voll ausgebauten Schule.
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7.10. 1944
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Fliegerangriff; die Schule wird stark beschädigt und als Lazarett benutzt, die Schülerinnen wurden zuletzt im Gebäude des Jungengymnasiums unterrichtet, das durch den Fliegerangriff völlig zerstört wurde
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13.5.1946
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Verbindung beider Schulen als "Staatliches Gymnasium für Jungen und Mädchen" durch einen Vertrag zwischen Stadt und Staat. Unterricht im Schulgebäude Hinter dem Schinken.
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1952-54
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Bestrebungen, die städtische Schule wieder in ein privates kath. Lyzeum umzuwandeln unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Aldegundis. Die Schule bleibt aber städtisch.
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1.4.1954
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Die beiden 1946 verbundenen Schulen erhalten ihre Selbständigkeit als Städtisches Mädchengymnasium und Staatliches Jungengymnasium zurück. Letzteres konnte ein neues Gebäude an der Paaltjessteege beziehen.
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1967
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Städt. neusprachliches Mädchen-Gymnasium Emmerich.
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1968
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Ab Schuljahresbeginn Umwandlung des städt. neusprachlichen Mädchen-Gymnasiums in ein neusprachliches Gymnasium für Jungen und Mädchen mit Gymnasium in Aufbauform für Realschulabsolventen, d.h. Realschüler und auch Hauptschüler mit besonders guten Abschlusszeugnissen konnten hier aufgenommen werden , waren in Klassen für sich und wurden in 3 Jahren zur allgemeinen Hochschulreife geführt.
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1974
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Einführung der Oberstufenreform und damit Änderung des Schulnamens: Städtisches Gymnasium am Parkring Emmerich.
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1976
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Umzug in das Gebäude an der Hansastraße. Vorübergehend wurde die Schule " Städt. Gymnasium im Schulzentrum an der Hansastraße " genannt. Schulzentrum deshalb , weil 1976/77 auch die Europa-Hauptschule in das Gebäude einzog. Später wird die Schule in: "Städt. Hansa-Gymnasium" umbenannt.
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1990
2007
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Zusammenlegung der beiden Emmericher Gymnasien zum "Städt. Willibrord-Gymnasium" im Gebäude an der Hansastraße.
175-Jahrfeier der Wiedereröffnung des Willibrord-Gymnasiums.
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