Soziale Ungleichheiten – ein großes Problem und deshalb wollten wir ein Zeichen setzen
Im Rahmen des evangelischen Religionsunterrichtes (9. Jahrgang) zum Thema „Gesellschaftliche Gerechtigkeitsvorstellungen“ haben Polina Chorowiec (9b) und Shirin Müller (9c) ein Projekt zum Schwerpunkt „Soziale Ungleichheiten“ entwickelt.
Während der Aufarbeitung des Wissens zu sozialen Ungleichheiten ist uns schnell aufgefallen, dass diese leider einen großen Teil unserer Gesellschaft ausmachen. Besonders kritisch ist auch der soziale Unterschied zwischen West- und Ostdeutschland. Diese Problematik lässt annehmen, dass die Berliner Mauer indirekt beständig geblieben ist und das Leben im Osten stets beeinflusst. Bei weiterer Recherche haben wir bemerkt, dass sogar einige Renter ihren Lebensunterhalt nicht decken können. Dieser Zustand wird auch Altersarmut genannt. Um der Altersarmut entgegenzuwirken, versuchen Betroffene häufig einen Minijob auszuüben, wie zum Beispiel im Einzelhandel oder in der Gastronomie.
Vom Ergebnis der Recherche überrascht, überlegten wir, wie man auf diese Angelegenheit aufmerksam machen, gleichzeitig aber auch Betroffene unterstützen kann. Nach kurzer Zeit war entschieden, dass wir Gebrauchtes und auch Spenden sammeln wollen.
Um das Projekt umsetzen zu können, musste vorerst geklärt werden, wer als Spendenempfänger in Frage kommt. Wir entschieden uns für die Caritas (lat. für Nächstenliebe), ein Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche. Daraufhin wurde mit Frau Anne-Kathrin Lehmann von der Caritas Kontakt aufgenommen, um Weiteres zu den benötigten Sachspenden zu erfahren.
Bald war klar, dass hauptsächlich Jacken und Mäntel, aber auch (Frauen-)Hygieneartikel und Konserven benötigt werden.
Damit möglichst viele Sachspenden zusammenkommen, haben wir einige Plakate im Schulgebäude aufgehängt. Außerdem gab es auch persönliche Ansprachen im Klassenverband und mit manchen Lehrern.
So sammelten wir sechs Tage lang (27.05.2026- 03.06.2026) in der Schulstraße und haben zahlreiche Sachspenden der Schüler/innen und Lehrer/innen erhalten. Die empfangenen Sachspenden wurden sicher im evangelischen Religionsraum aufbewahrt.
Die Übergabe an die Caritas konnte am Freitag, den 26.06.2026, erfolgen. Die Schüler/innen des evangelischen Religionskurses von Frau Hellmund konnten auch einen Blick in den mobilen Beratungsstellen-Bus von der Caritas werfen. Dieser Bus dient als mobile Anlaufstelle für Obdachlose im Nordkreis Kleve. Dort kann man zum Beispiel duschen und schlafen, wird aber auch mit Lebensmitteln versorgt.
Ein weiteres Highlight des Kurses war der Unterrichtsbesuch von Frau Anne-Kathrin Lehmann. Sie veranschaulichte in einer Präsentation die Verteilung von Sozialhilfe in Emmerich. Alle Schüler*innen waren erstaunt, dass die Prozentzahl so hoch liegt.
Hiermit bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Beteiligten, besonders bei der Caritas, welche unsere Spenden angenommen, aber auch für den Unterrichtsbesuch gesorgt haben und für den Blick in die mobile Beratungsstelle.
Außerdem bei den Lehrer/innen und Schüler/innen, für die zahlreiche Sachspenden.
Selbstverständlich bedanken wir uns auch bei Frau Hellmund, die uns bei jedem Schritt möglichst gut unterstützt hat.
Polina Chorowiec und Shirin Müller
(Text: Polina Chorowiec, 9b, und Shirin Müller, 9c)



