Es genügt ein Funke, um ein Feuer am Leben zu halten – Schülerehrungen am Willibrord-Gymnasium Emmerich am 17.07.2026
Bevor die Schülerinnen und Schüler des Städt. Willibrord-Gymnasiums Emmerich am Rhein am vergangenen Freitag ihre Zeugnisse erhielten, fand das Schuljahr 2025/26 einen besonders feierlichen Abschluss. Die gesamte Schulgemeinde versammelte sich im Pädagogischen Zentrum der Schule, um besondere außerunterrichtliche Leistungen und das herausragende Engagement der Schülerinnen und Schüler zu ehren. „Ihr seid nicht nur Noten, die auf dem Zeugnis ausgewiesen werden“, begann Dr. Frank Meetz, seit einem Jahr kommissarischer Schulleiter des Gymnasiums, seine Ansprache. „Viele von euch zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, dass euch auch die Schulgemeinschaft und das Miteinander wichtig sind.“ Moderiert wurde die Feierstunde von Laura Angenendt, Aulona Bela, Arvid von der Gabelentz und Aleshanee Westhoff (Jahrgangsstufe Q1) gemeinsam mit Ganztagskoordinator Dr. Florian Neunstöcklin. Der Ablauf zeigte eindrücklich die große Vielfalt und die vielen positiven Entwicklungen des schulischen Lebens im zurückliegenden Schuljahr.
Zunächst wurden besondere Wettbewerbserfolge geehrt: ausgezeichnete Teilnehmende des Känguru‑Wettbewerbs Mathematik, erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen der DELF‑Prüfungen im Fach Französisch sowie die Preisträger des Vorlesewettbewerbs. Die 31 Teilnehmenden des Frankreichaustauschs mit der Partnerschule in Saumur erhielten Anerkennung für ihren Einsatz zur Förderung der deutsch‑französischen Begegnung.
Im Bereich der Begabtenförderung wurden zwölf Schülerinnen und Schüler für ihre Vorträge beim Akademieabend geehrt; weitere zwölf Willibrordianer berichteten von ihren Erfahrungen beim Frühstudium an der Universität Duisburg-Essen. Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften erhielten Lob für ihren Einsatz in der Schulgemeinschaft, für Nachhaltigkeit und Zivilcourage: darunter die Klima‑AG, die Schulsanitäter, die Streitschlichterinnen und -richter, der tatkräftige Einsatz der AG Veranstaltungstechnik sowie die AG Toilettensanierung.
Besonders gewürdigt wurde die AG Respekt und Toleranz unter der Leitung von Frau Haumer: ihr Engagement trug maßgeblich zur Aufnahme des Willibrord‑Gymnasiums in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei. Die Patenschaft für das Projekt hat Fußballprofi Robin Gosens übernommen; der Eltener grüßte die Schulgemeinschaft mit einer persönlichen Videobotschaft und erinnerte an die Verantwortung, die mit der Teilnahme am Netzwerk verbunden ist: „Danke, dass ihr euch so wunderbar für andere einsetzt – für eure Schule und für die Werte, die uns wichtig sind.“ Während die Schülerinnen und Schüler ihrem Idol zuhörten, konnte man im voll besetzten PZ eine Stecknadel fallen hören.
Musikalisch wurde die Feierstunde von der Musical‑AG unter Leitung von Frau Saggau umrahmt. Mit Beiträgen wie „Magic“, „Let’s get loud“ und dem WM-Song „Dai dai“ griff das Ensemble die Botschaft von Gemeinschaft, Zivilcourage und Gleichberechtigung auf. Besonders emotional wurde es, als Frau Saggau aus ihrer ganz persönlichen Sicht erklärte, warum ihr der Kampf gegen Rassismus so wichtig ist. Als gebürtige Südafrikanerin hat sie die Ungerechtigkeiten des Apartheid-Regimes seit ihrer Kindheit im Alltag miterlebt. „Wir haben mit der Aufnahme in das Netzwerk ein Feuer entfacht. Es genügt ein Funke, um ein Feuer am Leben zu erhalten. Darum ist es so wichtig, dass jede und jeder Einzelne von euch mit kleinen Handlungen im neuen Schuljahr dazu beiträgt, dass wir eine Schule mit Courage und ohne Rassismus sind.“, appellierte Frau Saggau zum Abschluss.
Bevor es allerdings so weit ist, freuen sich die rund 650 Schülerinnen und Schüler des Willibrord‑Gymnasiums nun auf ihre wohlverdienten sechs Wochen Sommerferien.
(Text/Fotos: Florian Neunstöcklin)








